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 mein Tagebuch

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rippy72
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Allgemeine Bemerkung : meine Motivation und ich haben uns auf eine Beziehungspause geeinigt


BeitragThema: mein Tagebuch   Mi 23 Okt 2013 - 5:37

Wie alles anfing
Am 7.6.1999 verunglückte meine Papa tödlich bei der Arbeit, im gleichem Jahr lief mir am 1.12.1999 eine Frau(86j) mit voller Absicht vors Auto, wobei sie vorher schon 5 versuche unternommen hatte, wo die Autofahrer ihr ausweichen konnten, ich hatte das Pech das ich Gegenverkehr hatte und ihr nicht ausweichen konnte. Sie verstarb kurze Zeit später an der Unfallstelle, seit dieser Zeit habe ich immer wieder diese Bilder davon vor Augen (als wenn es gerade passiert wäre) und hab sehr starke Albträume. Das Allerschlimmste für mich war aber das an dem Tag nachdem Unfall nachdem mein auto nach der beschlagnahme durch die Polizei (normale handhabung bei sehr schweren Unfällen) freigegeben war, ich meine geldbörse die ich im auto(handschuhfach) hatte, holen wollte und dabei durch einen fehler der bei den aufräum arbeiten am Unfallort (irgend ein Idiot die Perücke der Frau in mein auto gelegt hatte) wobei ich am nächsten Tag bei auskam. Mein damaliger Lebensgefährte ließ mich kurz darauf auch noch im stich das ich mir in diesen moment einfach am liebsten das leben genommen hätte. Seit dieser zeit war ich nie wieder in der Lage eine feste Beziehung aufzubauen. Da ich einfach nicht mehr in der Lage bin nähe zu zulassen. Nach ein paar Wochen dachte ich ich hätte es halbwegs verkraftet allerdings war dies ein Trugschluss! Ich ging wieder meiner Arbeit nach und setzte auch meinen ehemaligen Lebensgefährten vor die Tür und versuchte mein Leben wieder auf die Kette zu bekommen. Im Jahr 2002 setzten dann die ersten körperlichen Anzeichen ein. Ich erkrankte an Rheuma woraufhin ich gezwungen war meinen Beruf aufzugeben, ich rappelte mich wieder auf und begann 2004 eine berufliche Umschulung. Leider fand ich danach keine Arbeit hier bei uns in der Umgebung und fing an immer depressiver zu werden. Im Jahr 2007 bekam ich zum Rheuma auch noch schweres Asthma. Im gleichen Jahr rutschte ich dann auch noch ins Hartz 4. 2009 bekam ich zum zweiten mal eine medizinische Reha dort wurden dann auch mittelschwere Depressionen und die mehrfache Posttraumatische Belastungsstörung diagnostiziert. und durch die Empfehlung der Klinik hatte ich glück was die Psychotherapie betraf wegen der warte Zeiten auf einen Therapieplatz. Innerhalb drei Wochen hatte ich einen festen Platz. allerdings ist es keine Therapeutin die auf Traumatas spezialisiert ist. Seit dem schweren Unfall hatte zudem immer mehr Probleme mich normal gegenüber der Polizei zu verhalten( (sprich ausraster denen gegenüber)
Da ich Polizisten angefangen habe in die Schublade (menschen die die Welt nicht braucht) hinnein zustecken. Hat sehr viel damit zutun was am Unfalltag und den Tagen danach so abgelaufen ist. z.B. der blöde Spruch nachdem die frau gerade Tod war soll ich sie zur arbeit bringen das lenkt ab! oder als ich die Perücke zur Wache brachte danke haben wir schon gesucht!!! Feingefühl passt auch auf'nem halben Teelöffel!!!!!! Zudem sind heute immer noch fast 14 j. später sehr viele ungeklärte Fragen.wieso ist die Polizei erst 2,5 std. nach dem diese Frau von dem ersten Autofahrer gemeldet wurde erst am Unfallort erschienen. Es waren fünf vorherige anrufe von den Autofahrern die ihr ausgewichen sind,und die haben erst sich in Bewegung gesetzt nachdem ich sie tödlich verletzt hatte und das obwohl die Wache keine 20 Minuten weg war von der Unfallstelle. Der erste Polizist sagte mir ins Gesicht wir haben drauf gewartet das wir sie einfangen können oder abgeklatscht wird. Da war die Frau noch gar nicht Tod. Sie erst ein paar Minuten später verstorben. Ich weiß echt nicht wie ich damit leben soll, ich werde die Bilder nicht los und Hilfe kriege ich auch nicht wirklich. ich befinde mich gerade wieder in einer Maßnahme um feststellen zu lassen, in wie weit ich überhaupt noch fähig bin zu arbeiten. Zudem kann ich mich ja eh nur auf Altersarmut freuen da ich meine Rentenlücken von mehr als 7 Jahren ja nie schließen kann.
ich mache mal eine kurze pause und schreibe später weiter
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Pauline08
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BeitragThema: Re: mein Tagebuch   Mi 23 Okt 2013 - 5:57

Hallo rippy,

ich habe Dich gelesen und ich kann mir vorstellen, dass man diese Bilder nicht mehr - oder nicht so schnell - wieder verliert. Das kann richtig zusetzen und Du hast mein Mitgefühl.

Jetzt trau ich mich Dich mal was fragen: Ich habe meine PTBS durch meinen langen Klinikaufenthalt bekommen, doch das eigentliche Trauma hat seinen Ursprung ganz woanders her. Es waren "nur" diese Gefühle, die alles in Erinnerung hat kommen lassen.

Wenn ich Dich lese, erinnert mich das irgendwie daran. Der Auslöser und die Ursache...sind sie identisch? Mein Thera meinte mal, es ist etwas vollkommen anderes, ob ein Trauma nach einem Unfall oder Überfall u.ä. entsteht oder ob das ganze in der Kindheit zu suchen ist.

Hast Du Dir darüber schon mal Gedanken gemacht?

Pauline

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rippy72
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Allgemeine Bemerkung : meine Motivation und ich haben uns auf eine Beziehungspause geeinigt


BeitragThema: Re: mein Tagebuch   Mi 23 Okt 2013 - 7:33

Hallo Pauline, ich denke bei mir hängt alles mit den Unfällen zusammen und hat nicht viel mit meiner Kindheit zutun. Allerdings hab ich denke ich wohl schon immer ein Beziehungsproblem was nähe zulassen betrifft, und vertrauen.
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